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Deniz Yücel erhält Kurt-Tucholsky-Preis 2009 |
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Der Journalist Deniz Yücel wird mit dem Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik 2011 ausgezeichnet. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert und wird am 23. Oktober 2011 in Berlin verliehen. Die Laudatio hält der Journalist Jan Feddersen. Yücel erhält den Preis für seine Kolumnen-Reihe »Vuvuzela«, die er anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2010 auf taz.de veröffentlichte. Die Jury hob hervor, dass der Preisträger in seiner Kolumne sowohl den deutschen Spießer als auch die deutsche Spießerin »auf angenehme Art entlarvt« habe. »Dabei übersteigert er bewusst das nationalistische Element, riskiert lustige Wortspiele sowie einen überdeutlichen Stimmungsumschwung nach der deutschen Niederlage ('Gurkentruppe…') Das wäre vielleicht peinlich, wenn so etwas nicht den Lebensinhalt der Sportseiten im Boulevard bildete.« Deniz Yücel habe sich Tucholskys Maxime zu eigen gemacht, der 1919 geschrieben hatte: »Die Satire muss übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird.« Die Preisverleihung erfolgt im Anschluß an die Jahrestagung der Kurt Tucholsky-Gesellschaft am 23. Oktober um 11 Uhr im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte. Der Tucholsky-Preis wird alle zwei Jahre von der Kurt-Tucholsky-Gesellschaft verliehen. Mit dem Preis werden engagierte deutschsprachige Publizisten oder Journalisten ausgezeichnet, die der »kleinen Form« wie Essay, Satire, Song, Groteske, Traktat oder Pamphlet verpflichtet sind und sich in ihren Texten konkret auf zeitgeschichtlich-politische Vorgänge beziehen.
Weitere Angaben zu Deniz Yücel.
Die bisherigen Tucholsky-Preisträger sind: der Journalist und Literaturkritiker Volker Weidermann, der Journalist und Publizist Otto Köhler, der Schriftsteller und Satiriker Lothar Kusche, der Journalist und Schriftsteller Erich Kuby, der Journalist Wolfgang Büscher, der Autor und Hochschullehrer Harry Pross, der Liedermacher Konstantin Wecker, der Journalist Heribert Prantl, der Schweizer Schriftsteller Kurt Marti und die Schriftstellerin Daniela Dahn.
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