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| 2009 |
Volker Weidermann wurde am 6. November 1969 in Darmstadt geboren. Er studierte in Heidelberg und Berlin Germanistik und Politikwissenschaft und schrieb lange Jahre für die taz, für die er von 1998 bis 2001 als Redakteur arbeitete. Im Sommer 2001 wechselte er zu der neu gegründeten Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zunächst als Literaturredakteur. Seit 2003 leitet er, zusammen mit Claudius Seidl, das Feuilleton der FAS.
2006 erschien sein erstes Buch Lichtjahre - eine kurze Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute. Im Frühjahr 2008 veröffentlichte er das Buch der verbrannten Bücher, in dem erstmals die Lebens- und Werkgeschichten aller Autoren beschrieben wurden, die auf der Liste der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in Deutschland gestanden hatten.
Veröffentlichungen:
Das Buch der verbrannten Bücher. Köln 2008
Lichtjahre: Eine kurze Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute. Köln 2006
Weitere Angaben zu Volker Weidermann.
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| 2007 |
Lothar Kusche geboren am 2. Mai 1929 in Berlin-Neukölln,
ist ein deutscher Feuilletonist, Schriftsteller und Satiriker.
Kusche begann seine Laufbahn 1947 bei Zeitschriften wie "Ulenspiegel", "Fuffzehn" und "Frischer Wind" als Redakteur und schrieb später für den "Eulenspiegel" zahlreiche satirische Texte. Besonders verbunden war er mit der DDR-"Weltbühne", für die er seit 1950 schrieb und als deren stellvertretender Chefredakteur er auch für einige Zeit wirkte. Seinem Vorbild Kurt Tucholsky verpflichtet arbeitete Lothar Kusche bei der Weltbühne unter verschiedenen Pseudonymen, unter denen er Texte ganz unterschiedlichen Charakters, die aber stets den satirischen Einschlag nicht verkennen ließen, veröffentlichte. Seine Geschichten, Feuilletons und Reisereportagen erschienen in zahlreichen Sammlungen. Daneben schrieb Kusche für das Berliner Kabarett Die Distel sowie Szenarien für zahlreiche Filme, in denen er gelegentlich auch mitspielte.
Seit 1998 arbeitet Lothar Kusche vorrangig für den Weltbühnen-Nachfolger Ossietzky, für den er auch unter dem inzwischen bekannten Pseudonym Felix Mantel seine sprachkritische Rubrik "Press-Kohl" fortsetzt.
Lothar Kusche erhält gemeinsam mit Otto Köhler den Tucholsky-Preis 2007 für sein Gesamtwerk.
Weitere Angaben zu Lothar Kusche.
Otto Köhlergeboren 1935,
ist ein deutscher Journalist und Publizist.
Otto Köhler war Medienkolumnist beim Spiegel, Redakteur bei Pardon und der konkret. Er arbeitete für den WDR und die Zeit, schreibt u.a. für die Gewerkschaftszeitung Metall, die Tageszeitung junge welt und die Wochenzeitung Freitag. Er veröffentlicht Bücher zu geschichtlichen und politischen Themen. Köhler ist Mitglied des deutschen P.E.N.-Zentrum.
Otto Köhler erhält gemeinsam mit Lothar Kusche den Tucholsky-Preis 2007 für sein Gesamtwerk.
Weitere Angaben zu Otto Köhler.
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| 2005 |
Erich Kuby geboren am 28. Juni 1910 in Baden-Baden, gestorben am 10. September 2005 in Venedig.
Der im September 2005 im Alter von 95 Jahren gestorbene Journalist und Schriftsteller Erich Kuby galt vielen als die letzte große Figur des deutschen Nachkriegsjournalismus. Kubys journalistische Karriere hatte 1947 begonnen, als er von der amerikanischen Besatzungsbehörde zum Chefredakteur der Zeitschrift "Der Ruf" bestimmt worden war. Vom "Ruf" gelangte er über die "Süddeutsche Zeitung" und die "Welt" zu den Magazinen "Stern" und "Der Spiegel". Großen Erfolg hatte er gegen Ende der fünfziger Jahre mit Buch und Drehbuch über den Fall der ermordeten Prostituierten Rosemarie Nitribitt. In seiner scharfen und unnachsichtigen Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen schreckte er auch vor Zerwürfnissen mit seinen Verlegern nicht zurück, was jeweils zum Abschied beim "Stern" und "Spiegel" führte. Im Zweifel schätzte er seine persönliche Unabhängigkeit höher als die berufliche Karriere ein. Seine Gesellschaftskritik trug ihm von Seiten Heinrich Bölls den Titel "Netzbeschmutzer von Rang" ein. Der Journalist Friedrich Sieburg bezeichnete ihn als "Bundesnonkonformisten".
In den Jahren vor seinem Tode lebte Erich Kuby mit seiner Frau Susanna Böhme-Kuby und Sohn Daniel in Venedig. Bis 2003 begleitete er noch in der "Freitag"-Kolumne "Der Zeitungsleser" die politische Entwicklung.
Erich Kuby erhält den Tucholsky-Preis 2005 postum für Gesamtwerk.
Veröffentlichungen (Auswahl):
Das ist des Deutschen Vaterland - 70 Millionen in zwei Wartesälen. Stuttgart 1957
Rosemarie, des deutschen Wunders liebstes Kind. Stuttgart 1958
Nur noch rauchende Trümmer. Das Ende der Festung Brest. Rowohlt 1959
Mein Krieg. Aufzeichnungen aus 2129 Tagen. München 1975
Verrat auf deutsch. Wie das Dritte Reich Italien ruinierte. Hamburg 1982
Mein ärgerliches Vaterland. München 1989
Lauter Patrioten. Eine deutsche Familiengeschichte. München 1996
Weitere Angaben zu Erich Kuby
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| 2003 |
Wolfgang Büscher geboren am 20. Mai 1951 in Volksmarsen bei Kassel.
Büscher studierte Politische Wissenschaften an der Philipps-Universität in Marburg und sammelte danach erste journalistische Erfahrung bei Arbeiten für Tageszeitungen, Agenturen und Zeitschriften von Berlin aus. Ebenfalls arbeitete er als freier Mitarbeiter des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".
In den 90ern schrieb er unter anderem für die Magazine der "Süddeutschen Zeitung" und der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit", sowie für die Zeitschrift GEO.
1998 wurde er Reporter bei der Tageszeitung "Die Welt" in Berlin und seit 2002 ist er Ressortleiter von "Reportagen und Magazine". 2002 erhielt er den Theodor-Wolff-Journalistenpreis.
Veröffentlichungen (Auswahl):
"Drei Stunden Null, Deutsche Abenteuer" (Berlin 1998)
"Berlin - Moskau. Eine Reise zu Fuß" (Reinbek 2003)
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| 2001 |
Harry Pross 1923 in Karlsruhe geboren. Der 22jährige Kriegsinvalide hat mit dem Studium der Sozialwissenschaften bei Alfred Weber, Gustav Radbruch, Hans von Eckardt, Willy Hellpach den publizistischen Kampf mit den Windmühlenflügeln des deutschen Nationalismus und der Wiederkehr der Gleichen fortgeführt. Autor, Redakteur, Hochschullehrer.
Veröffentlichungen (Auswahl):
Die Zerstörung der deutschen Politik (1959), Politische Symbolik (1974), Protestgesellschaft; Von der Wirksamkeit des Widerspruchs (1992); Memoiren eines Inländers (1993), Deutsche Presse im 20. Jahrhundert (2000).
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| 1999 |
Daniela Dahn
*1949 in Berlin DDR; Volontärin bei der DEFA, Journalistik-Studium in Leipzig, danach Fernsehjounalistin; seit ihrer Kündigung 1981 arbeitet sie als freie Autorin und Schriftstellerin, Gründungsmitglied des "Demokratischen Aufbruch", seit 1991 Mitglied des PEN, mehrere Vortragsreisen in die USA und Vorlesungen an verschiedenen Universitäten.
Veröffentlichungen (Auswahl):
Spitzenzeit (1983); Prenzlauer Berg-Tour (1987); Wir bleiben hier oder Wem gehört der Osten (1994); Westwärts und nicht vergessen. Vom Unbehagen in der Einheit (1995).
Daniela Dahns
Rede aus Anlass der Verleihung des Kurt Tucholsky-Preises
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| 1997 |
Kurt Marti
*1921 in Bern; 1940/41 zwei Semester Jura in Bern; 1941 Militärdienst; 1942-1945 Theologiestudium in Bern; 1945/46 Studium bei Karl Barth in Basel; 1949 Ordination zum Pfarrer; bis 1983 Pfarrer in der Schweiz; 1983 vorzeitige Pensionierung für schriftstellerische Arbeiten und Lesereisen; 1972 Großer Lit.Preis des Kantons Bern
1972 Joh. Peter Hebel Preis des Landes Baden-Württemberg, 1981 Großer Literaturpreis der Stadt Bern, 1982 Lyrikpreis des Dt. verbandes evangelischer Bücherein.
Veröffentlichungen (Auswahl): abendland (1980); Nachtgeschichten (1987); Da geht dasein (1993); Gott Gerneklein (1995)
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| 1996 |
Heribert Prantl
*1953 in Nittenau/ Oberpfalz. Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte sowie journalistische Ausbildung. Als Richter an verschiedenen bayerischen Amtsgerichten und Landgerichten sowie als Staatsanwalt tätig; seit 1987 ist er Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung. Zunächst innenpolitischer Redakteur, seit 1995 Leiter des Ressorts Innenpolitik.
Veröffentlichungen (Auswahl): Deutschland leicht entflammbar - Ermittlungen gegen die Bonner Politik (1995); Sind wir noch zu retten. Anstiftung zum Wiederstand gegen eine gefährliche Politik (1998); Helmut Kohl, die Macht und das Geld (2000).
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| 1995 |
Konstantin Wecker
*1947 in München. Liedermacher, Autor, Filmmusikkomponist und Schauspieler. Ab 1968 erste Soloauftritte. Zahlreiche internationale Tourneen u. a. nach Lateinamerika und Afrika. Zahlreiche Auszeichungen für sein künstlerisches Schaffen, u.a. Deutscher Kleinkunstpreis (1977), Ernst-Hofrichter-Preis (1979 und 1980), SWF Liederpreis (1993) für die "Ballade von Antonio Amadeo Kiowa", umfangreiches Werk an Schallplatten- und CD-Produktionen sowie Büchern.
Veröffentlichungen (Auswahl): Das macht mir Mut (1989); Stilles Glück - trautes Heim (1990); Uferlos (1995); Es gibt kein Leben ohne Tod (1999).
Cds (Auswahl): Uferlos (1993), Wenn du fort bist (1994), Liebeslieder, Kinderlieder (beide 1999); Wader/Wecker (2001).
www.konstantin-wecker.de
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