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Tucholsky-Preisträger
2007 |
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![]() Foto: privat (Hohe Auflösung) | ||
| Otto Köhler geboren 10. Januar 1935 in Schweinfurt, ist ein deutscher Journalist und Publizist. Köhler studierte von 1953 bis 1963 Philosophie, Germanistik, Geschichte und Volkswirtschaft in Würzburg und West-Berlin. Parallel arbeitete er für die "Andere Zeitung", den "Vorwärts", "konkret", den RIAS und "Die Zeit". Von 1963 bis 1966 war er Redakteur beim Satiremagazin "Pardon", anschließend bis 1972 Medienkolumnist beim Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Danach Mitarbeiter beim Magazin "Stern", der Gewerkschaftszeitung "metall", dem WDR und wieder bei "konkret" und der "Zeit. Heute tätig für die Wochenzeitung "Freitag" und die Tageszeitung "junge welt" und die Zweiwochenschrift "Ossietzky", deren Mitherausgeber er ist. Köhler lebt bei Hamburg. Seit 1963 ist er mit der Schriftstellerin Monika Köhler verheiratet. Otto Köhler erhält gemeinsam mit Lothar Kusche den Tucholsky-Preis 2007 für sein Gesamtwerk. Aus der Begründung der Jury: Otto Köhler hat die vielfach verschwiegene, verleugnete, verdrängte und gerade deswegen nicht überwundene Nazi-Vergangenheit bundesdeutscher Eliten und Institutionen aufgedeckt und damit zu einer Auseinandersetzung beigetragen, die für eine demokratische Neugestaltung der Gesellschaft unerlässlich ist. Mit seiner glasklaren, nie von Betulichkeit getrübten Sprache ist er als scharfer Sprach- und Medienkritiker in der Bundesrepublik zu einem gefürchteten und bewunderten Gesellschaftskritiker in der Nachfolge Tucholskys geworden. Die Jury entschied einstimmig. Ihr gehörten an: Volker Braun, Daniela Dahn, Mathias Greffrath, Jan Eik und Susanna Böhme-Kuby.
Preisrede:
Laudatio: Auszeichnungen Deutscher Journalistenpreis 1963 für die "Zeit"-Reportage "Würzburg, dein Lied will ich singen" Deutscher Journalistenpreis 1983 für den "konkret"-Beitrag "IG Farben - Geschichte einer bürgerlichen Vereinigung" Buchveröffentlichungen: Kongo-Müller oder Die Freiheit, die wir verteidigen. Frankfurt 1966 ...und heute die ganze Welt. Die Geschichte der IG Farben und ihrer Väter. Hamburg 1986 Wir Schreibmaschinentäter. Köln 1989 Die große Enteignung. Wie die Treuhand eine Volkswirtschaft liquidierte. München 1994 Unheimliche Publizisten. Die verdrängte Vergangenheit der Medienmacher. München 1995 Rudolf Augstein. Ein Leben für Deutschland. München 2002 Links: Otto Köhlers Werke im Katalog der "Deutschen Bibliothek"
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